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Warum Ostfriesland der perfekte Ort für düstere Krimis ist

  • Autorenbild: Bodo Lehwald Ostfriesenkrimis
    Bodo Lehwald Ostfriesenkrimis
  • 30. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Es gibt Orte, die erzählen Geschichten. Und es gibt Orte, die behalten sie für sich.

Ostfriesland gehört zur zweiten Sorte.

Wer nur an Postkartenmotive, Tee und Deiche denkt, übersieht schnell die andere Seite dieser Landschaft: die langen Winterabende, den Nebel über den Kanälen, die einsamen Straßen zwischen kleinen Dörfern und die besondere Stille, die manchmal lauter wirkt als jedes Geräusch.

Genau dort beginnen meine Geschichten.

Die Landschaft ist mehr als nur Kulisse

In vielen Krimis dient der Schauplatz nur als Hintergrund. Für mich funktioniert Ostfriesland anders. Hier arbeitet die Landschaft mit.

Ein Siel ist nicht einfach nur Wasser. Es ist Enge zwischen hohen Böschungen. Es ist Dunkelheit unter Brücken. Es sind Orte, an denen Geräusche verschwinden und Geheimnisse länger überleben, als sie sollten.

Das Watt wirkt tagsüber friedlich. Nachts verändert es seinen Charakter. Wege verschwinden. Orientierung verschwindet. Und manchmal auch Menschen.

Diese Atmosphäre macht Ostfriesland für mich zum perfekten Ort für Kriminalromane.

Warum Stille bedrohlich sein kann

Großstädte erzeugen Spannung durch Lärm und Menschenmassen.

Ostfriesland macht es anders.

Hier entsteht Spannung durch Leere.

Zwischen Deichen, Kanälen und abgelegenen Straßen gibt es Momente, in denen nur der Wind zu hören ist. Gerade diese Ruhe erzeugt etwas, das ich in meinen Romanen bewusst nutze: das Gefühl, dass etwas nicht stimmt – obwohl zunächst nichts passiert.

Oder vielleicht gerade deshalb.

Realität statt Hollywood

Mir war immer wichtig, dass meine Geschichten nicht nur spannend, sondern glaubwürdig sind.

Deshalb spielen echte Ermittlungsarbeit, nachvollziehbare Polizeiarbeit und reale Schauplätze eine große Rolle. Viele Orte in meinen Büchern existieren tatsächlich – manchmal leicht verändert, manchmal fast unverändert.

Denn ich glaube: Das Unheimliche wirkt stärker, wenn Leser wissen, dass sie morgen genau dort spazieren gehen könnten.

Was bedeutet eigentlich „Frisian Noir“?

Für mich bedeutet Frisian Noir mehr als nur regionale Krimis.

Es verbindet:

  • düstere Atmosphäre

  • nordische Ruhe

  • reale Ermittlungsarbeit

  • menschliche Abgründe

  • ostfriesische Schauplätze mit Charakter

Denn manchmal liegt das Dunkelste nicht in verlassenen Häusern.

Sondern direkt hinter dem Deich.

Die Geschichten hinter den Geschichten erleben

Wer diese Atmosphäre nicht nur lesen, sondern erleben möchte, hat dazu bald Gelegenheit.

Bei meiner Lesung „Frisian Noir – Krimis aus Ostfriesland“ lese ich aus meinen Romanen, spreche über echte Ermittlungsarbeit und nehme Besucher mit in die dunkleren Ecken Ostfrieslands – dorthin, wo Geschichten entstehen.

Denn manche Orte schweigen nicht.

Man muss nur genau genug hinhören.

Atmosphärisches Bild zu Frisian Noir: Ein dunkles ostfriesisches Siel bei Abendstimmung mit Boot, Brücke und dem Kriminalroman ‚Blut im Siel‘ von Bodo Lehwald. Das Motiv steht für düstere Ostfriesenkrimis, nordische Atmosphäre und regionale Spannung.

 
 
 

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